Security Gateway

Security Gateway

Uns Allen ist es bekannt, dass wir vor neuen Herausforderung in der Fahrzeugbranche stehen, da die ersten OEM-Hersteller damit begonnen haben, den Zugang zum elektronischen Netzwerk ihrer Fahrzeuge zu sperren. Durch zahlreiche Presseberichte ist das Thema mittlerweile unter der Überschrift „SECURITY GATEWAY“ bekannt geworden.

Was ist der Ausgangspunkt?
Im Jahr 2015 wurde die Information veröffentlicht, dass Fahrzeuge der Marke „Jeep“ gehackt wurden. Dies bedeutet, dass es externen Personen gelungen ist, Zugriff auf ein fahrendes Fahrzeug zu erhalten, die Kontrolle zu übernehmen und den Motor abzustellen. Hierzu haben die Hacker die Konnektivitäts- und Diagnoseprotokolle verwendet, um die betroffenen Steuergeräte zu manipulieren.
Um Risiken für Fahrer und Passagiere zu vermeiden, hat FCA (Fiat Chrylser Automobiles) Ende 2017 umfassende Sicherheitsmaßnahmen gegen Cyberkriminalität für alle weltweit produzierten Fahrzeuge veröffentlicht.
Danach war der Zugriff auf die FCA-Fahrzeuge und Änderungen an den Fahrzeugsystemen nur noch mit der FCA-OE-Diagnose möglich. Dies beinhaltete auch das Zurücksetzen der Services, das Löschen von Fehlercodes oder Änderungen in der Konfiguration.

Davon betroffen sind beispielsweise:

  • Alfa Romeo: Giulia; Stelvio
  • Chrysler: 300 (MY*18); Pacifica (MY18)
  • Dodge: Challenger (MY18); Charger (MY18); Durango (MY18)
  • Fiat: 500L (MY17); 500X (MY19)
  • Fiat Professional: Doblò (MY19)
  • Jeep: Cherokee (MY19); Grand Cherokee (MY18);
  • Grand Commander (MY19); Renegade (MY19); Wrangler (MY18)
  • RAM: 1500 Pick-up (MY18); Promaster City (MY18)

* MY = Modelljahr, in dem die Maßnahme ZUERST integriert wurde.
Kursiv = Betroffene Fahrzeuge in der W.EASY Transporter Diagnose

Weitere Hersteller wie Mercedes Benz, VAG Group, BMW, Mini und Opel haben bereits die Implementierung ihrer Sicherheitslösung auf ähnlicher Basis angekündigt.

Wie funktioniert die WABCOWÜRTH Gateway Solution?
Seit 2020 können wir eine funktionierende Verbindung zu einem durch ein Sicherheitsgateway geschütztes Fahrzeug herstellen. Die Benutzerdaten (Benutzername & Passwort) ermöglichen es der Software das zuvor auf dem FCA Workshop-Portal erworbene Zertifikat (Code) zu erhalten und dieses für die Diagnose zu verwenden. Fokus unserer weiteren Entwicklung liegt auf einer positiven Benutzererfahrung für den Anwender, um die Verwendung möglichst einfach, intuitive und angenehm zu gestalten.
Unser Ziel ist es, eine Lösung mit allen Funktionen für einen begrenzten Rollout (Testkunden) bereitzustellen. Je nach Erfahrung entscheiden wir über die Freigabe für alle Kunden.
Weitere OE-Hersteller werden die Möglichkeit nutzen, indem sie ihre Fahrzeuge in einem ähnlichen Verfahren schützen. Wir befinden uns bereits in der Entwicklungsphase, z. B. für VAG, Mercedes, Renault.
Es gibt auch Fahrzeuge, die bereits vom Hersteller IVECO betroffen sind. Betroffen sind der Iveco Daily 2019 sowie die Iveco Stralis 2019-Version. Beide Fahrzeuge sind mit einem Sicherheitsgateway geschützt.

Wie sieht die Implementierung aus?
Jeder OE-Hersteller wird sich um seine individuelle Lösung des Sicherheitsgateways bemühen, weshalb zum aktuellen Zeitpunkt noch keine generelle Aussage zu einer Implementierung getroffen werden können.
Da wir die Lösungen nach Abschluss der Entwicklung beim Hersteller per OE implementieren müssen, wird die Implementierung eine Roadmap für die nächsten Jahre sein, bis alle Marken an Bord sind.

Hier finden Sie weitere aktuelle Informationen zur Security Gateway Lösung: